Probier was Neues – Miette Skirt in Lila

Tadaaa! Es gibt mal wieder etwas Genähtes von mir! Und nicht nur eine Tasche, sondern man kann es anziehen! Und ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich darüber freue, denn das letzte Teil, das Plantain-Kleid, ist schon ewig her.

Und mal wieder ist es Selmin von Tweed & Greet, die mich aus meiner Komfortzone herausholt und mich zu neuen Ufern aufbrechen lässt: Die 12 Colours of Handmade Fashion-Farbe im August war nämlich lila. Lila gab es bis dato nämlich nicht in meinem  Kleiderschrank. Ich hab mich ehrlich gesagt nicht einmal damit beschäftigt, ob das eine Farbe für mich sein könnte.

Aber schon in der Lila-Ankündigung findet man so viele Farbschattierungen wieder, blaulastig, mit viel rot, hell, dunkel, zart, kräftig…. dass ich mir dachte, da müsste doch eigentlich auch etwas für dich dabei sein.Und da fand ich ihn, den wunderbaren Leinenstoff in Aubergine.

Mir war auch sehr schnell klar, dass dieser Stoff sich in den Rock Miette von Tilly and the Buttons verwandeln würde.Und das bereue ich keine Sekunde, ich mag die Midi-Länge, die neben der Farbe ebenfalls neu für mich ist, und auch mit dem verspielten Schleifchen als Verschluss habe ich mich angefreundet – jetzt muss ich nur noch lernen, formvollendete Schleifen zu binden. Meine sehen irgendwie immer etwas zerknautscht aus.

Wie ihr vielleicht wisst, bin ich nicht gerade die erfahrenste Näherin, aber Miette ist absolut anfängertauglich und man wird wunderbar durch das Schnittmuster geführt, sodass ich überhaupt keine Probleme hatte. Zusätzlich findet man auf Tillys Blog einen Sew Along zum Schnittmuster, der die einzelnen Etappen beim Nähen noch einmal ganz genau zeigt, sodass wirklich alle Fragen geklärt sein sollten. Beim Annähen vom Bund hatte ich zunächst einen Knoten im Kopf, aber nach einem Blick auf die Seite war alles glasklar und man bekommt noch eine Technik mit auf den Weg, wie man den Bund sauber annäht.

Für Miette wird Jeans, Baumwolle oder eben Leinen empfohlen. Da das Thema Leinen für mich neu war, habe ich sicherheitshalber erst einmal nachgelesen, was es da alles so zu beachten gibt. Zuerst einmal: Leinen lässt sich super vernähen, also keine Angst! Kann ich also für Miette wirklich nur empfehlen. Aber auf jeden Fall sollte Leinen vor dem Nähen eine Runde in der Waschmaschine (möglichst im Schongang) drehen, da der Stoff stark schrumpfen kann.

Dann den noch feuchten Stoff gleich mal bügeln, so wird er wieder richtig schön glatt. Ich hatte erst ziemliche Hemmungen, aber scheinbar kann man reines Leinen wirklich richtig heiß und mit Dampf bügeln. Am besten auf einem kleinen Probestück mal testen!

Soweit zu einer kurzen Stoffkunde. Genäht habe ich das Ganze zum größten Teil am vergangenen Wochenende, da habe ich mir die Zeit genommen und es war so wundervoll, endlich mal wieder Kleidung zu nähen. Ich will das jetzt definitiv wieder öfter tun und habe schon eifrig Pläne geschmiedet.

Und weil mir Miette beim Nähen so viel Freude bereitet hat, habe ich mir für sie etwas Besonderes ausgedacht: Statt bequem mit der Nähmaschine habe ich den kompletten Rock von Hand im Blindstich gesäumt. Und das war eine ganz schöne Strecke, sag ich euch! Aber die Mühe war es wirklich wert, man sieht von außen keine Naht und nichts!

So und damit zeige ich euch heute meine Miette – gemeinsam mit meinem grauen Kimono Tee, das erste selbstgenähte Kleidungsstück, das ich hier auf dem Blog gezeigt habe. Insgesamt ergibt das mein allererstes komplettes Handmade-Outfit. Ich bin schon ein wenig stolz, muss ich zugeben!

Schafft ihr es, regelmäßig komplett selbstgemachte Outfits zu tragen? Das wäre für mich ein großes Ziel, von dem ich aber leider noch etwas entfernt bin. Aber mit jedem Stück komme ich diesem Ziel ein bisschen näher! Und meine Miette ist dabei eine große Motivation!

Ich hüpfe jetzt noch rüber zu Selmin und wünsche euch einen wunderbaren Sonntag in Lila!

Eure Bine

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