Nähen fürs Stricken: Der Maschenfeine Beutel

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Hallo ihr Lieben,

es geschehen Zeichen und Wunder und ich zeige euch heute nach ewigen Zeiten mal wieder etwas Genähtes, nachdem die letzten Beiträge ja sehr stricklastig waren. Aber ihr habt sicher die Stricksachen schon entdeckt – ganz kann ich es doch nicht lassen! Denn ich habe ein neues Zuhause für Strickprojekte genäht, und zwar den Maschenfeinen Beutel. Wer strick und auch näht, kennt ihn bestimmt, ich bummel mal wieder Jahre hinterher (auch wenn das Schnittmuster hier schon eine Weile herumlag). Dieser Beutel für Strickzeug ist eine Kooperation zwischen Marisa von Maschenfein und Swantje, damals noch unter Nadelwald bekannt, jetzt die eine Hälfte vom Schnittmuster-Label Gin & July, das ich persönlich sehr cool finde.

Also, ich hatte endlich mal wieder Zeit und Muse zum Nähen. Und der Vorteil daran, wenn andere Leute das Schnittmuster schon vor einem genäht haben, sind die Änderungen, die man sich abgucken kann 😉 . So hat z.B. Steffi von Feierabendfrickeleien auf ihrem Blog geschrieben, dass sie den Beutel, der normal nur aus einer Lage besteht und man so innen die Nähte sieht, “ganz einfach” gefüttert hat, damit Innen-und Außenseite schön sind. Fand ich toll, musste ich auch machen. Nur hab ich mich wohl zunächst etwas doof angestellt 😉 .

Aber kommen wir noch mal auf das Schnittmuster selbst zurück. An dem Beutel findet man alles, was man als strickendes Wesen so braucht: viel Stauraum im Inneren (mein akutelles Pulli-Projekt passt ohne Probleme hinein), eine große Außentasche, eine Innentasche mit Unterteilungen für Stifte und Ähnliches, eine Handschlaufe zum bequemen Transportieren und einen Kordelzug als Verschluss. Dank D-Ring und einem Karabinerhaken kann man noch Extras einhängen, wie z.B. Maschenmarkierer oder ein zusätzliches Täschchen. Oh, und eine Ösenlasche gibt es natürlich auch – die ich eher spärlich nutze 😀 .

Empfohlen wird für den Beutel als Hauptstoff Canvas oder Stoff mit Stand sowie Kork als besonderen Hingucker. Ich hatte mir mal Snappap im örtlichen Stoffladen mitgenommen und wollte wissen, ob das nicht auch damit funktioniert. Geht, aber es ist vielleicht in manchen Belangen etwas arg steif. Der nächste Beutel bekommt tatsächlich die Kork-Ausführung, aber denoch würde ich sagen, der Versuch ist nicht misslungen. Der gepunktete Stoff ist tatsächlich ein Fundstück aus dem Baumarkt, den ich damals ohne konkretes Projekt im Hinterkopf mitgenommen habe, aber für mich perfekt zum Stil des Beutels passt. Und der Stash ist damit auch ein bisschen kleiner geworden 🙂 . Die Ösen, Karabiner und D-Ringe habe ich alle aus dem örtlichen Stoffladen.

Wie der Beutel genäht wird, wird in der Anleitung gut und verständlich erklärt, sodass man auch ohne viel Näh-Erfahrung zum Erfolg kommt. Das fängt beim Zuschnitt an und wird bis zum Ende durchgehalten. Lediglich ein bisschen irritierend fand ich, dass die Versäuberung direkt mit der Overlock empfohlen wird anstatt mit der normalen Haushaltsnähmaschine, denn ich bin mir nicht sicher, wie viele Nähanfänger auch schon eine Overlock-Maschine besitzen. Vielleicht wäre da der Hinweis hilfreich, dass man eben auch mit einem Zickzack-Stich an der normalen Maschine versäubern kann. Aber sonst hab ich an der Anleitung wirklich nichts zu meckern und man kann wirklich Schritt für Schritt folgen.

Da ich ja jetzt schon ein, zwei Taschen genäht habe, dachte ich mir nach dem Lesen von Steffis Blogbeitrag, dass ich das mit dem Futter schaffen könnte. Und so schwer ist es wirklich nicht! Steffi schreibt, man muss nur die Beutel-Teile ein zweites Mal zuschneiden, sodass man quasi zwei Beutel getrennt voneinander nähen kann. Dazu gehören nicht nur die Seitenteile, sondern auch der Boden, wie ich dann schon beim Nähen festgestellt habe – ups 😀 . Das war aber schnell behoben, da ich noch genug Stoff  hatte. Das Seitenteil, auf welches die Innentasche aufgenäht wird, kommt natürlich zum inneren Beutel. Das zusätzlich zugeschnittene Pendant, das keine Tasche erhält, kommt nach außen. Der Rest bleibt alles wie gehabt, auch die Ösen werden am “Außenbeutel” angebracht. Diese zwei Beutel habe ich dann einfach ineinander gestellt, sodass die beiden Stoffrückseiten mit den Nähten aneinanderliegen und die “schönen” Seiten innen und außen sichtbar sind, bevor ich dann mit dem Tunnelzug weitergemacht habe. Dabei habe ich so getan, als wären die beiden Stofflagen eine und habe sie zusammen umgeschlagen und festgenäht.

Außerdem habe ich am Schluss nur eine Kordel statt zwei eingefädelt, weil mir das persönlich so ausreicht. Okay, vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich ein bisschen ungeduldig wurde 😀 . Beim Zuziehen merkt man dann aber, dass sich der Beutel nicht ganz schließen lässt, was wohl auch am steifen Snappap liegt. Aber das finde ich gar nicht so dramatisch, der Beutel wird beim Transport zum Stricktreff wohl noch zusätzlich in der Handtasche verstaut werden und ansonsten das Projekt zu Hause beherbergen.

Wer sich für sein Strickzeug also einen coolen und funktionalen Beutel nähen möchte, ist mit dem Maschenfeinen Beutel also bestens beraten – auch als Näh-Anfänger. Ich bin bereits dabei, neue Versionen zu planen, vielleicht sogar so viele, dass ich immer einen farblich zum Strickprojekt passenden Beutel parat habe ;). Wie bewahrt ihr eigentlich eure Stricksachen auf? In schicken selbstgenähten Taschen, ganz lässig im Jute-Beutel oder ganz anders? Und benutzt ihr eigentlich, wenn ihr so etwas in euren Taschen habt, die Ösenlasche? Das würde mich ja mal brennend interessieren 🙂 .

Ihr Lieben, macht es euch fein und genießt den perfekten Monat zum Stricken und Nähen!

Eure Bine

Verlinkungen:

Auf den Nadeln, DienstagsDinge, Handmade on Tuesday

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