Große Liebe: Babydecke im Wabenmuster – und noch ein fertiges UfO

[enthält unbeauftragte Werbung für eine Strickfreundin]

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es einen ganz besonderen Blogbeitrag – und der hat mit einer neuen Kuscheldecke zu tun. In meinem vorletzten Blogbeitrag habe ich ja meine unfertigen Projekte für den Mach-das-UfO-fertig-FAL zusammengekramt, wobei auch eine Babydecke zum Vorschein kam. Die habe ich im Sommer 2021 gestartet, sie dann aber zur Seite gelegt, als mir die Wolle ausging. Zwar hatte ich recht zügig Nachschub bestellt, aber plötzlich war es kurz vor Weihnachten – und das Baby war doch für Januar angekündigt! Also habe ich mich brav hingesetzt und über die Weihnachtsfeiertage die letzten Reihen gestrickt, bevor es ans Umhäkeln ging.

Ihr habt richtig gelesen: häkeln. Ich. Häkeln ist so etwas wie mein Angstgegner. Ich zähle lediglich zwei Häkelnadeln in meinem Fundus und mehr als feste Maschen und Luftmaschen kriege ich nicht ohne googeln hin. Aber zum Glück reichen für einen Häkelrand sogar meine bescheidenen Kenntnisse! Zusätzlich angespornt durch den Mach-das-UfO-fertig-FAL vom Frickelcast habe ich die Decke dann Anfang Januar tatsächlich fertig gestellt, mit Häkelrand und vernähten Fäden.

Das Bienenwabenmuster habe ich nach dieser Anleitung von meiner lieben Strickfreundin Caro alias Knopfkatz gestrickt. Wir sehen uns regelmäßig bei unserem Strick-Stammtisch (zurzeit eher online) und als sie für ihre Tochter die Bienenwaben-Decke gestrickt hat, war ich sehr verliebt. Generell ist so eine strickwütige Runde immer ein großartiger Quell für Inspirationen aller Art – und wenn dann noch so tolle Anleitungen zur Verfügung gestellt werden? Schaut auf jeden Fall mal auf Caros Seite vorbei!

Als ich die ersten Reihen der Decke einer Freundin gezeigt habe, fragte sie, ob das Muster schwierig sei. Ich behaupte: Wer rechte und linke Maschen beherrscht (und feste Maschen häkeln kann), kann sich auch eine Bienenwaben-Decke stricken – Caros Anleitung führt bestimmt zum Erfolg. Und Spaß hatte ich beim Stricken obendrein. Erst gegen Ende musste ich mich ein wenig aufraffen, um dranzubleiben. Doch das lag vielleicht auch daran, dass ich mich immer näher an die bedrohlich wirkende Häkelei heranstrickte.

Beim Garn bin ich von Caros Empfehlung abgewichen: Ich habe mich für die Merino 120 von Lang Yarns in leuchtendem Gelb (Farbe 149) und Wollweiß (Farbe 02) entschieden. Bei der Nadelstärke bin ich aber bei 5,0 geblieben. Und ich habe die Decke etwas vergrößert: Mit 188 Maschen in der Breite und insgesamt 16 Wiederholungen vom Mustersatz misst die Decke nach dem Spannen 80 cm in der Länge und 100 cm in der Breite. An Garn habe ich insgesamt sechs Knäuel in gelb und drei in weiß verbraucht.

Den angsteinflößenden Häkelrand habe ich erst nach dem Spannen begonnen; nicht, weil ich mich davor drücken wollte (na gut…), sondern vor allem, weil ich nicht wusste, wie viel die Decke wachsen würde. Und ja, sie ist mit dem Spannen ein gutes Stück größer geworden.

Aber jetzt mal zum Häkeln. Gehäkelt habe ich mit einer 3,5er-Nadel. Die hätte ruhig etwas größer sein können, da der Rand dadurch schon sehr fest wurde, trotz meines Versuchs, locker zu arbeiten. Aber wie schon erwähnt: Ich besitze lediglich zwei Häkelnadeln, eine in 3,0 und eben die 3,5er – eine neue kaufen wollte ich angesichts meiner häufigen Häkelei (diese Abschminkpads waren das letzte Häkelprojekt) nicht.

Funktioniert hat es trotzdem. Aus Gründen habe ich mich für einen Rand aus festen Maschen entschieden; laut meiner Google-Recherche wäre eine Alternative ein Rand aus Krebsmaschen. Die hätte ich erst lernen müssen ;-). Ich habe an der Unterkante knapp neben einer Ecke begonnen und in jede gestrickte Masche eine Häkelmasche gesetzt, bis ich an der nächsten Ecke ankam. In die Eckmasche habe ich dagegen drei feste Maschen gearbeitet, um schön um die Kurve zu kommen. Und so ging es ringsherum um die Decke, insgesamt habe ich zwei Runden gehäkelt.

Und wer kuschelt jetzt mit der Decke? Das ist die Besonderheit an der Decke. Gestrickt habe ich sie nämlich für … das Mini-Effchen. Das wurde nach neunmonatiger Produktionsphase ebenfalls während des Mach-das-UFO-FALs fertig :-). Deshalb gab es im vergangenen Jahr von einigen fertigen Projekten keine Tragebilder; meinen Bauch habe ich nämlich nur ungern in eine Kamera gehalten ;-).

Umso lieber schleppen wir dafür jetzt die Decke überall dahin mit, wohin wir mit dem Baby hinmüssen. Pandemiebedingt begrenzen wir das zwar auf ein Minimum, aber auch zu Hause kuschelt es sich damit ganz gut.

Seit der Geburt steht unsere Welt nun ganz schön Kopf – und sämtliche Dinge dauern wesentlich länger. Diesen Blogbeitrag zum Beispiel tippe ich zum Großteil nur mit der linken Hand – auf dem rechtem Arm ruht gerade ein Köpfchen. Nichtsdestotrotz will ich hier regelmäßig bis unregelmäßig weiter über wollige Abenteuer berichten, denn Buchstaben schubsen macht mir einfach große Freude.

Für den Blog bedeutet das: Ihr werdet hier künftig bestimmt auf ein paar Baby-taugliche Werkeleien stoßen. Da ich aber schon früher meine Nichten sowie die Babys von Freundinnen und Freunden benäht und bestrickt habe, ist das jetzt keine absolute Neuerung. Nun passe ich aber endlich auch wieder in normale Klamotten – es wird also auch wieder Werke in Damengröße geben!

Und wer weiß, was mir noch so einfällt. Ich hoffe, das schreckt euch nicht ab und ihr schaut hier weiterhin ab und an mal vorbei! Das würde mich nämlich sehr freuen!

Bis dahin
Eure Bine

Hier noch einmal alles in Kürze:
Anleitung: Bienenwabendecke auf dem Blog von Knopfkatz
Garn: Lang Merino 120 in gelb (Farbe 149) und wollweiß (02)
Nadeln: Rundstricknadel in der Größe 5,0

Verlinkt bei:
Handmade on Tuesday, Meine Fummeley, Dings vom Dienstag, Lieblingsstücke, Froh und Kreativ

3 Kommentare Füge deinen hinzu
  1. Liebe Biene, auch wenn ich ein bisschen sehr spät dran bin, ganz herzlichen Glückwunsch zum allerkleinsten Effchen natürlich auch von mir! Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute und viel Freude mit dem neuen Erdenbürger. Auch wenn ich aus Alter schon heraus bin, Babysachen ansehen geht doch immer. Deine Decke ist so toll geworden – und die Farbe so sonnig!
    Ganz liebe Grüße von Gabi

    1. Liebe Gabi,
      vielen herzlichen Dank für deine lieben Worte und die Glückwünsche! Ja, wir lieben die Decke sehr; am liebsten hätte ich eine in groß, sodass ich auch darunter passe 🙂
      Liebe Grüße
      Bine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.