Kuschelpulli und Nadel-Test: Morning in Engelberg

enthält unbeauftrage Werbung, es wurde aber alles selbst bezahlt

Hallo ihr Lieben,

jetzt, wo der Frühling da ist, zeige ich euch einen dicken Kuschelpulli. Da war ich wohl zu langsam. Na, vielleicht nicht ganz, denn im “Vorwort” der Anleitung schreibt die Designerin, dass der Morning in Engelberg der perfekte Pulli ist, wenn es morgens noch frisch ist. Und so passt der Pulli also doch ganz gut in die aktuelle Jahreszeit.

Der Hinweis im Pulli, Engelberg, lässt es vielleicht schon vermuten: Die Designerin Nadia Crétin-Léchenne, die man auch unter dem Namen NCL Knits findet, ist Schweizerin und entwirft die schönsten Stricksachen für Frauen, Kinder und Babys. Es gibt da noch so einiges von ihr, was ich gerne annadeln würde…

Den “Morning in Engelberg” gibt es schon etwas länger. Und seit ich ihn das erste Mal in diversen französischen Video-Podcasts gesehen habe, wollte ich ihn stricken. Gedauert hat es aber eine ganze Weile, bis er dann letztes Jahr zum ersten Mal auf meinen Nadeln landete.

Ja, zum ersten Mal, ich habe ihn nämlich tatsächlich zweimal gestrickt. Nicht, dass ich diesen Pulli jetzt zweimal hätte: Nein, der erste Versuch war mir einfach viel zu groß und so lag er dann, einärmelig und trist, in meinem Strickregal. Nach dem Mach das UFO fertig-KAL wusste ich jedoch nicht so recht, was ich anschlagen sollte, habe hin und her überlegt und mich dann erst mal dazu entschlossen, den Pulli zu ribbeln.

Und keine Ahnung, wie das dann passiert ist, aber ehe ich mich versah, hatte ich ihn schon wieder auf den Nadeln – bevor der komplette Pulli geribbelt war. Das heißt, ich habe mich Stückchenweise “voran geribbelt”, immer ein oder zwei Knäuel weit. Bevor ich das Garn erneut verstrickt habe, habe ich es gewaschen (und natürlich trocknen lassen), damit es wieder seine glatte Ursprungsform annimmt und dann im zweiten Pulli-Versuch schön glatt liegt.

Der Pulli wird im Raglan von oben gestrickt, dabei ist der Körper in kraus-rechts gehalten. Das heißt, man muss also einige linke Maschen stricken. Nichtsdestotrotz kommt man mit der geforderten dicken Garnstärke sehr flott vorwärts. Ich glaube, so schnell hab ich noch nie einen Pulli gestrickt! Verstrickt habe ich übrigens Drops Nepal in der Farbe 501, einem schönen, leicht melierten Grau. Auch der Zopf ist nicht weiter dramatisch, nur hatte ich immer panische Angst, mich zu verzählen…

Verändert habe ich nichts, nur habe ich wie so oft bei den verkürzten Reihen “German Short Rows” statt den “Wrap and Turns” gestrickt. Aber am Modell selbst habe ich nichts verändert, nicht einmal die Ärmel musste ich verlängern!

Apropos Ärmel! Ich sage euch, ich habe da ein Zauber-Werkzeug gefunden, mit dem ich beide Ärmel super schnell und super bequem stricken konnte! Die Rede ist vom Addi CraSy Trio. Ich weiß: Viele von euch haben die bestimmt schon ausprobiert und ich komme mal wieder 100 Jahre später auf den Trichter. Anfänglich war ich nämlich recht skeptisch und schwor auf das gute alte Nadelspiel. Aber im örtlichen Wollladen, als ich eigentlich was ganz anderes gesucht habe, wurde mir empfohlen, das doch mal auszuprobieren.

Also gut. Statt der fünf Nadeln im Nadelspiel hatte ich also nur drei, wie man oben sieht. Das bedeutet, man muss die Nadel weniger oft wechseln und kann “durchstricken”, was den ganzen Prozess wesentlich flotter macht und man kommt sich nicht ständig mit den vielen Nadeln ins Gehege. Außerdem liegt das Trio trotz der kurzen Nadeln super in der Hand, selbst bei meinen recht großen Händen. Ich hatte mich auch in Nullkommanix daran gewöhnt.

Und jetzt? Jetzt werde ich mir noch ein paar CraSy Trios in anderen Nadelstärken zulegen, um die Ärmel meiner nächsten Pullis und Cardigans ebenfalls wieder fertig zu “zaubern”. Ich bin wirklich begeistert! Und an diesem Beispiel sieht man auch: Der gute alte Wollladen mit fachkundiger Beratung ist einfach Gold wert!

Ärmelstricken ist ja immer so eine Sache. Deshalb würde ich gerne wissen, ob ihr das CraSy-Trio schon mal ausprobiert habt. Wenn ja, nutzt ihr sie eher für Socken oder so wie ich für die Ärmel? Oder strickt ihr die Ärmel sowieso lieber ganz anders? Erzählt doch mal!

So, ich mache mich dann mal an die nächsten Projekte, denn gerade hab ich so Lust zu stricken und zu nähen! Den Flow möchte ich nutzen. Nicht, dass mein geplantes Sommerjäckchen nicht rechtzeitig wird!

Macht es euch fein!
Eure Bine

Hier noch mal alles in Kürze zum Pulli:
Anleitung: Morning in Engelberg von NCL Knits via Ravelry
Garn: Drops Nepal via Lanade
Nadelstärke: 5,0 mm

Verlinkt bei: Meine Fummeley, Sew LaLa, Du für dich am Donnerstag, Liebste Maschen

4 Kommentare Füge deinen hinzu
  1. Der Pulli sieht super kuschelig aus und der nächste Winter kommt bestimmt. Ich stricke Ärmel eigentlich immer mit Magic Loop und langer Nadel, aber für Socken wären die Crazy Trio sicherlich interessant.
    LG
    Ingrid

    1. Liebe Ingrid,

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Ich komme irgendwie mit dem Magic Loop nicht ganz zurecht. Daher kommt mir das Crasy Trio da sehr entgegen. Bei Socken stricke ich aber nach wie vor sehr gerne mit dem Nadelspiel 😀

      Liebe Grüße
      Bine

  2. Hallo Bine, der Pulli ist wunderschön geworden!

    Darf ich fragen wie groß du bist und welche Größe du gestrickt hast?
    Mich schreckt bei Pullovern immer die Angst ab, dass er nachher nicht passt!!!

    Weißt du auch noch wieviele Knäuel Drops Nepal du verstrickt hast?

    Vielen lieben Dank!

    1. Liebe Daniela,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar und die Komplimente!
      Gestrickt habe ich XS (der erste Versuch in S war mir zu groß), ich bin aber auch nur 1,58. Ich suche die Größe aber immer nach dem Brustumfang aus, da ich einen breiten Sportlerrücken habe. Bisher passt das dann am Ende meistens ganz gut.

      Wie viel ich letztendlich verstrick habe, weiß ich leider nicht so genau, aber ich habe damals 14 Knäuel bestellt und davon jetzt noch ein bisschen was übrig. Ich hoffe, das hilft dir trotzdem weiter!
      Ganz liebe Grüße,
      Bine 🙂

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